Allgemein

ThermTec Cyclone 625 – Warum dieses Wärmebildgerät der perfekte Pirschbegleiter ist

von am 10. Juni 2026

Wärmebildgerät im Taschenformat – Test & Praxisbericht

Zwei Wärmebildhandgeräte – eine entscheidende Gemeinsamkeit: die 25 mm Brennweite auf einem 640×512 Pixel Sensor. Das ThermTec Wild 650DL besitzt darüber hinaus noch eine 50 mm Option, aber das Cyclone 625? Das macht etwas ganz anderes – es ist klein, leicht, und beeindruckt mit dem was im Inneren steckt. Das Gerät wurde ausführlich getestet und mit auf die Pirsch genommen. Hier die Eindrücke.

Technische Daten – ThermTec Cyclone 625

EigenschaftWert
Sensor640 × 512 Pixel (Vanadiumoxid, 12 µm Pixel-Pitch)
NETD-Wert< 20 mK (Temperaturempfindlichkeit)
Objektiv25 mm F1.0
Sichtfeld (100m)30,6 m Breite
Erkennungsreichweitebis ca. 1.300 m (laut Hersteller)
DisplayAMOLED 1024 × 768 Pixel, 1200 DPI
Gewicht260 g
AkkuStandard 18650, ca. 5–6 h (Normal) / 8 h (Öko)
SchutzklasseIP67 (staub- und wasserdicht)
Stativgewinde¼ Zoll
FarbmodiWeissheiß, Schwarzheiß, Gelb-Heiß u.a.

Was macht das Cyclone 625 besonders?

Wenn man das Gerät das erste Mal in der Hand hält, kommt sofort ein Lächeln. Es ist mega kompakt und extrem leicht. 260 Gramm – das ist eine Aussage. Du kannst es einfach in die Jackentasche stecken oder um den Hals hängen und hast es jederzeit griffbereit, ohne dass es stört. Für die Pirsch ist das ein riesiger Vorteil.

Was aber wirklich überrascht: Trotz der kleinen Größe steckt ein 640×512 Pixel Sensor mit NETD < 20 mKdrin. Das ist die gleiche Sensorklasse, die man sonst in deutlich teureren und sperrigeren Geräten findet. 20 Millikelvin Temperaturempfindlichkeit bedeutet: der Sensor löst selbst kleinste Temperaturunterschiede auf. Das Ergebnis ist ein klares, detailreiches, scharfes Bild – auch auf mittlere Distanzen.

Dazu kommt ein leistungsfähiger Prozessor, der das Bild in Echtzeit verarbeitet. Kein Nachziehen, keine Latenz, wenn du schwenkst. Das Display ist ein AMOLED mit 1024×768 Pixel und 1200 DPI – das Bild, das der Sensor liefert, kommt also auch wirklich scharf ans Auge.

Das Sichtfeld – das Killer-Feature für die Pirsch

Ein 25 mm F1.0 Objektiv auf einem 640er Sensor ergibt ein Sichtfeld von 30,6 Metern auf 100 Metern Entfernung. Das ist enorm breit. Wenn du pirscht und Wild wechselt, willst du den Überblick behalten – genau dafür ist das Cyclone 625 gemacht.

Wer dagegen hauptsächlich auf dem Hochsitz sitzt und auf 200+ Meter beobachten will, der braucht eine längere Brennweite – z.B. 50 mm. Aber fürs aktive Pirschen? Das Cyclone 625 ist hier schwer zu schlagen.

Stärken auf einen Blick

  • 640×512 Pixel Sensor mit NETD < 20 mK – top Bildqualität
  • Riesiges Sichtfeld 30,6 m auf 100 m – ideal für die Pirsch
  • Nur 260 g – echtes Taschenformat, jederzeit griffbereit
  • Standard 18650 Akku – kein Herstellerlock-in, 5–8 Stunden Laufzeit
  • IP67 – kein Problem bei Regen
  • AMOLED Display mit 1200 DPI – scharfes Bild
  • Kein Nachziehen durch schnellen Prozessor
  • Kein Zoomwechsel (nur 25 mm) – nicht ideal für große Distanzen

Praxistest: Rehwild, Marder, Regen

Rehwild auf 200 Metern

Zu Beginn der Pirsch: Rehwild auf 200 Metern am Waldrand, direkt einstöcke, Dämmerung. Das Cyclone liefert vom Vordergrund bis in den Hintergrund eine tadellose Schärfe bei ausgewogenen Kontrasten. Der 12-Mikrometer Pixel-Pitch macht sich hier direkt bemerkbar – die Strukturen bleiben fein aufgelöst, kein Rauschen, kein Matschbild. Für das Gerät ein entspannter Spaziergang, laut Hersteller reicht die Erkennungsreichweite bis ca. 1.300 Meter.

Marder auf 60 Metern – Feinstrukturen

Dann ein Marder auf 60 Metern, eifrig auf Mäusejagd. Auf kurze Distanz zeigt das Cyclone 625 was wirklich in ihm steckt: feinste Strukturen werden klar aufgelöst. Das ist auch genau der Abend, an dem der goldene Farbmodus (Gelb-Heiß) ausprobiert wurde – und seitdem will man ihn nicht mehr hergeben. Im Wild- und Hundforum schwören viele Nutzer des Cyclone 625 ebenfalls auf diesen Modus.

Regen – IP67 sei Dank

Dann der Regen. Das Cyclone 625 zuckt nicht einmal mit der Linse. IP67 bedeutet: vollständig staub- und wasserdicht. Auch bei ordentlichem Niederschlag auf 100 Metern noch ein sauberes, klares Bild.

Cyclone 625 vs. Wild 650 DL

Beide Geräte teilen sich die 25 mm Brennweite und den 640er Sensor. Das Wild 650 DL kann darüber hinaus per Rad auf 50 mm Brennweite umschalten – das macht es zum Allrounder, der auch auf größere Distanzen detailreich beobachten kann.

Das Cyclone 625 dagegen setzt voll auf Kompaktheit und Mobilität. Es ist kein Feldspezialist und soll es auch nicht sein. Aber wenn du viel pirscht und wenig auf dem Hochsitz sitzt – dann ist das Cyclone 625 mit Sicherheit ein heißer Kandidat.

ThermTec Cyclone 625ThermTec Wild 650 DL
Ideal für Pirsch & WaldAllrounder: Pirsch + Feld
260 g – ultraleicht653g – ohne Akku
Festes 25 mm Objektiv25 mm UND 50 mm (umschaltbar)
Riesiges SichtfeldFür größere Distanzen geeignet
TaschenformatGrößeres Format

Fazit:

Das Cyclone 625 ist kein Kompromiss-Gerät – es ist ein Spezialist für die Pirsch. ThermTec hat hier konsequent eine Entscheidung getroffen: maximale Sensorqualität in kleinstem Gehäuse, für den Jäger, der viel läuft und schnell reagieren muss. Das 30,6 m Sichtfeld, der 640er Sensor mit unter 20 mK und das AMOLED-Display sorgen dafür, dass man nichts vermisst – auch wenn man keinen Feldspezialist hat.

Du willst das Gerät in Aktion sehen? Schau dir das ausführliche Review von MaximTac an, um noch mehr Details zum Gerät und echten Revieraufnahmen zu erhalten!

Weiterlesen

Allgemein

Die Nacht hat keine Geheimnisse mehr: Das neue ThermTec Ventus 650L im ultimativen Revier-Check

von am 6. Mai 2026

Jeder Jäger kennt diesen einen Moment:

Es knackt im Unterholz, die Umrisse verschmelzen mit der Dunkelheit und das Herz schlägt schneller. Doch das einfache Fernglas streikt, und das Monokular liefert nicht genug räumliche Tiefe, um die Situation zweifelsfrei aufzuklären. Genau für diese entscheidenden Sekunden verspricht die Industrie seit Jahren die „eierlegende Wollmilchsau“.

ThermTec schickt nun seinen neuesten Spross ins Rennen: Das ThermTec Ventus 650L, ein binokulares Multispektral-Gerät, das Wärmebild sowie Tag- und Nachtsicht in einem Gehäuse vereint. Doch hält der 3.690 € teure Bolide, was er verspricht? Wir haben uns das Gerät im Detail angesehen.

Haptik, die Vertrauen weckt

Nimmt man das Ventus 650L zum ersten Mal aus der Tasche, fällt sofort eines auf: Es fühlt sich an wie ein echtes, klassisches Fernglas. ThermTec hat sich offensichtlich an namhaften Optik-Herstellern orientiert. Mit seinen kompakten, eng beieinander liegenden Tuben und den ergonomischen Daumenauflagen liegt es satt und extrem wertig in der Hand. Die 833 Gramm Gesamtgewicht unterstreichen die solide Verarbeitungsqualität, ohne auf der Pirsch zur Belastung zu werden.

Ein absolutes Highlight für die Praxis ist der physische Kippschalter für die Betriebszustände (Aus, Standby, An). Keine fummeligen Folientasten mehr – hier lässt sich der Status des Geräts auch in absoluter Dunkelheit blind erfühlen.

Zwei Kanäle für die absolute Kontrolle

Die wahre Magie passiert jedoch im Inneren. Das Gerät feuert aus zwei Rohren:

  • Der Thermal-Kanal: Hier arbeitet ein hochsensibler 640-Pixel-Sensor mit einer 50-Millimeter-Brennweite. Mit einem NETD-Wert von unter 15 Milli-Kelvin stellt das Gerät selbst feinste Temperaturunterschiede dar. Auf 100 Meter bietet es ein Sehfeld von 15 Metern bei einer 3,7-fachen Grundvergrößerung. Wer das Wild genauer ansprechen will, kann digital bis auf das 14,8-fache heranzoomen.
  • Der Tag- und Nachtsicht-Kanal: Hier liefert ein 4K-Ultra-Sensor hochauflösendes Bildmaterial, das durch einen mitgelieferten LED-Aufheller unterstützt wird. Der Clou: Der Aufheller ist zwischen 850 und 940 Nanometer Wellenlänge umschaltbar, lässt sich fokussieren, stufenweise in der Leuchtkraft dimmen und bei Nichtgebrauch sogar komplett abnehmen.

Betrachtet wird das Spektakel auf einem sehr angenehmen und detailreichen Bildschirm mit 1600 x 1200 Pixeln.

Durchdacht bis ins kleinste Detail

Was nützt die beste Technik, wenn sie im Revier versagt? ThermTec hat beim Ventus 650L die Hausaufgaben gemacht. Die Fokussierung ist brillant gelöst: Anstatt getrennter Elemente gibt es für beide Kanäle unabhängige Fokuswalzen, die auf derselben Achse liegen – links für den Thermalkanal, rechts für Tag/Nacht. Ein multifunktionaler Mitteltrieb steuert den Zoom und wechselt durch einfaches Nach-vorne-Drücken fließend zwischen den Kanälen.

Ein extrem praktisches Feature für die nächtliche Tarnung: Ein kleiner Sensor erkennt, wenn das Gerät vom Gesicht genommen wird, und schaltet das Display automatisch ab. So wird der Jäger nicht geblendet oder durch Streulicht verraten. Und wo wir bei Tarnung sind: Die Objektivschutzkappen bestehen aus weichem Gummi, lassen sich absolut geräuschlos wegklappen oder auf Wunsch komplett abnehmen.

Der Strom wird über zwei wechselbare, handelsübliche 18650-Akkus geliefert, die durch eine clevere Konstruktion verpolungssicher eingelegt werden können. Eine Akkuladung reicht für bis zu sechs Stunden, sofern das WLAN-Modul nicht im Dauerbetrieb läuft.

Der große Markt-Vergleich: Wie schlägt sich das Ventus 2026?

Der Markt für Multispektral-Ferngläser ist in Deutschland hart umkämpft. Wir haben uns angesehen, wie das Ventus 650L gegen die aktuellen Top-Konkurrenten abschneidet:

  • Pulsar Merger Duo NXP50 (ca. 4.000 €): Der direkte Premium-Konkurrent. Pulsar liefert ebenfalls ein Magnesiumgehäuse und kombiniert einen 640×480 Wärmebildsensor mit einem Full-HD Nachtsichtkanal. Pulsar punktet stark mit seinem dualen Akkusystem. Das Ventus 650L hält jedoch mit seinem 4K-Sensor im optischen Kanal und dem umschaltbaren (850/940nm) Aufheller massiv dagegen, was das ThermTec in der Detailtiefe des digitalen Bildes leicht nach vorne bringt.
  • HIKMICRO Habrok 4K HE25L (ca. 1.300 – 1.600 €): Der Preis-Leistungs-Sieger für Budget-Käufer. Es ist extrem kompakt und bietet ebenfalls einen starken 4K-Nachtsichtsensor. Aber Achtung: Der Wärmebildsensor löst hier nur mit 256×192 Pixeln ab. Es eignet sich hervorragend als Nachtsichtglas, kann aber bei der reinen Wärmebilderkennung auf weite Distanzen absolut nicht mit der 640er-Auflösung des Ventus 650L mithalten.
  • ThermTec Ventus 650L (3.690 €): Es schließt die Lücke an der absoluten Spitze. Der verbaute Laser-Entfernungsmesser, der clever im optischen Kanal sitzt und somit keine Wärmebild-Linsenfläche blockiert, unterstützt sogar Ballistikrechner. Wem die 50-mm-Linse zu groß ist, der kann auf das etwas kleinere Ventus 635Lfür 3.090 € zurückgreifen.

Fazit: Lohnt sich das Upgrade?

3.690 € sind eine Ansage. Doch wer nach dem Motto der alten Hasen jagt – „Einmal kaufen, einmal weinen“ – findet im Ventus 650L einen der heißesten Kandidaten des Jahres. ThermTec hat hier ein Multispektral-Fernglas auf den Markt gebracht, das haptisch, optisch und funktionell schlichtweg keine Wünsche offenlässt.

Wer auf der Suche nach kompromissloser Leistung ist und das Revier in der Nacht genauso klar überblicken möchte wie am Tag, wird an diesem Gerät nur schwer vorbeikommen.

Du willst das Gerät in Aktion sehen? Schau dir das ausführliche Review von MaximTac an, um noch mehr Details zur Menüführung und echten Revieraufnahmen zu erhalten!

Weiterlesen

Allgemein

Hikvision DS-2TS06 35 – Kundenerfahrung

von am 31. August 2020

Ich habe vor einigen Tagen die Hikvision DS-2TS06 35 mit dem großen Sensor (640×520) erhalten und mich nach einem ersten Test sofort zum Kauf entschlossen.

Im Zusammenspiel von großem Sensor und großem OLED-Display sind Bildeindruck, Sehfeld und Auflösung für einen Preis von unter 3.000 € derzeit wohl kaum zu schlagen.

Außerdem:

  • Die gelieferte Kamera startet schneller als ich es von dem kleineren Modell in Erinnerung habe (Softwareupdate?).
  • Der Power-Taste dient jetzt auch zum Wechsel in den Standby-Modus.
  • Software-Updates können selber über den PC eingespielt werden.
  • Keine Pixelfehler.
  • Das Speichern von Bildern ist simpel (ein Tastendruck), die Übertragung auf den heimischen PC ebenfalls. Nach Verbindung mit dem USB-Kabel wird die Kamera sofort als externes Laufwerk erkannt.

Weiterlesen

Allgemein | Wärmebild- und Nachtsichttechnik

Vergleich Xeye E6+ mit Hikvision DS-2TS03-35 aus Kundensicht

von am

Irgendwann im Frühjahr habe ich begonnen, mich mit dem Thema Wärmebildkameras intensiv zu beschäftigen.

Erste Gespräche wegen eines Kaufs in der Umgebung waren nicht überzeugend.

Ich bin dann über das Internet auf Maximtac gestoßen und habe im Mai mit Georgiy Chmelyov Kontakt aufgenommen, der es mir ermöglicht hat, verschiedene Kameras bis zum jetzt (Ende August) endgültigen Kauf zu testen.

Über die Erfahrungen mit den getesteten Kameras möchte ich an dieser Stelle berichten.

Ich bin kein Fachmann, neige allerdings vor Käufen dazu, mich mit der jeweiligen Materie intensiv zu beschäftigen.

Ich bin nicht jemand, der immer die neueste Technik kaufen muß. Mir geht es darum, sinnvolle Dinge zu besitzen. Praktischer Nutzen sowie Preis-/Leistungsverhältnis sind für mich entscheidend, kein Name.

Weiterlesen

Mündungsbremsen

Montage: Wie wird die Mündungsbremse angebracht?

von am 18. Dezember 2018

WICHTIG:  Wenn Sie sich eine fachgerechte Montage der Bremse nicht selbst zutrauen, lassen Sie diese von einem Fachmann durchführen.

 Es versteht sich von selbst, dass die Waffe vor Monage der Mündungsbremse entladen sein muss.

  • Schrauben Sie den Original Mündungsschoner (oder die vorhandene Bremse) von der Mündung ab
  • Reinigen Sie Laufmündung, Gewinde und evtl. vorhandene Passflächen gründlich und benetzen Sie die gereinigten Flächen mit einem guten Korrosionsschutzöl
  • Stapeln Sie die zugehörigen Passscheiben zu 1 mm und  schieben Sie sie  über das Gewinde bzw. den Passdurchmesser
  • Schrauben Sie die Mündungsbremse auf und ziehen Sie sie handfest an. Überprüfen Sie die Orientierung: Bei vielen Mündungsbremsen gibt es einen speziellen Platzhalter für eine Wasserwaage; falls Ihre Bremse obere Öffnungen hat, müssen diese genau nach oben ausgerichtet werden.
  • Prüfen Sie, ob der Geschossdurchmesser kleiner ist als der Bremsendurchmesser; der Spalt sollte aus Sicherheitsgründen nicht kleiner als 0,8 mm – 1 mm sein.
  • Schauen Sie in die Mündungsöffnung der Mündungsbremse  hinein und vergewissern Sie sich, dass dort keine Fremdgegenstände vorhanden sind.
  • Schrauben Sie, ausgehend von dem 1-mm-Passscheibenstapel, die Bremse ab, entfernen Sie schrittweise einzelne Passscheiben und schrauben Sie die Bremse dann wieder auf, bis die obere Passfläche im handfest angezogenen Zustand aussieht wie in Abbildung 1.

  • Ziehen Sie dann mit einem passenden Gabelschlüssel die Bremse fest, bis die obere Schlüsselfläche oder die oberen Öffnungen genau waagerecht zu Waffe sind. Um zu prüfen, ob genaue Parallelität gegeben ist, können Sie z.B. ein Lineal auf die obere Schlüsselfläche legen. Kontrollieren Sie abschließend unbedingt optisch, ob die vordere Bohrung der Mündungsbremse mit dem Waffenlauf fluchtet! Falls dies nicht zu 100% der Fall ist (durch defekten Lauf), besteht das Risiko, dass die Waffe zerstört wird und Personen Schaden nehmen.

Weiterlesen

Mündungsbremsen

Wozu dient eine Mündungsbremse und was ist ein Sound-Redirect?

von am

Eine Mündungsbremse ist eine an die Laufmündung der Schusswaffe montierte Vorrichtung. Mit ihr lassen sich negative Eigenschaften wie Rückstoß, Hochschlag und Mündungsfeuer reduzieren. Wenn das Geschoss die Mündung der Waffe verlässt, streichen Gase an ihm vorbei. Dies geschieht normalerweise in Schussrichtung. Die Mündungsbremse leitet den Gasstrahl seitlich ab, sodass die Gase nicht mehr als Rückstoßkräfte wirken können. Manche Modelle verfügen zusätzlich zu den seitliche über obere Öffnungen und eignen sich besonders für Waffen mit Tendenz zum Mündungsspringen, da sie neben dem Rückstoß auch den Hochschlag reduzieren.

Mündungsbremse mit einem Sound-Redirect-Adapter

Wer benachbarte Schützen auf dem Schießstand nicht übermäßig mit Lärm und heißen Pulvergasen belästigen will, entscheidet sich für eine Mündungsbremse mit einem Sound-Redirect-Adapter. Dieser leitet Schall, Lärm und Treibgase nach vorne, ohne dass man hierfür die Mündungsbremse eigens demontieren muss. Die Bremswirkung bleibt bei Verwendung des Adapters teilweise bestehen. Der Adapter ist auch sehr praktisch für Schießstände, auf denen Mündungsbremsen verboten sind.

Die Vorteile im Einzelnen:

Weiterlesen

Messer

Damastmesser als Jagdmesser und was sie so besonders macht

von am 19. November 2018
Damastmesser-Jagdmesser

Das Damastmesser, auch bekannt unter dem Namen Damaszener Messer, gilt seit jeher als etwas Besonderes. Der aufwändige Herstellungsprozess der Klinge, die (außer bei Wooz, s. weiter unten) aus mehreren Lagen Stahl hergestellt wird, sorgt nicht nur für ihre besondere Schönheit, sondern auch für ihre Stabilität bei gleichzeitiger Elastizität. Diese Eigenschaften erhält sie durch die Verschmiedung verschiedene Stahlarten mit unterschiedlichem Kohlenstoffgehalt zu einem einzigen Werkstück. Damastmesser zeichnen sich außerdem durch eine lang anhaltende Schärfe aus. Diese Eigenschaften wissen nicht nur Köche zu schätzen, sondern auch Jäger, Fischer und alle, die für die Arbeit im Freien Wert auf qualitativ hochwertiges, zuverlässiges Werkzeug legen. Für manche gelten nur Messer aus handgemachtem Damaszenerstahl als wirkliche Damastmesser, da hier jedes Stück anders aussieht und somit ein Unikat darstellt („lebendiges Messer“). Industriell hergestellte Damastmesser hingegen weisen eine einheitliche Musterung auf. Zum Unikatcharakter eines Messers trägt natürlich auch ein aus edelen Materialien handgemachter Griff bei.

Um den Ursprung der Damastmesser (dieser Begriff war schon im Mittelalter bekannt) wie auch um den der Herstellungstechnik des Damaszenerstahls ranken sich viele Mythen, die teils widerlegt sind. Als gesichert gilt jedoch, dass Damastmesser NICHT in den altjapanischen Samurai-Schmieden entstanden sind. Ebensowenig wurden sie in Damaskus gefertigt, wie die Bezeichnung „Damaszener Messer“ vermuten lässt, auch wenn die Stadt im Mittelalter für den Handel von Klingen aus Asien und dem Orient ein wichtiger Ort war.  Auf jeden Fall aber steht Damaszenerstahl seit jeher für hohe Qualität. Bis die Industrialisierung es ermöglichte, hochwertigen Stahl von einheitlicher Güte ohne enormen handwerklichen Aufwand herzustellen, mussten einfache Soldaten sich in der Regel mit in Massen gefertigten Klingen aus minderwertigem Material zufrieden geben. Nur der Adel konnte sich hochwertige Messer mit Klingen aus Damaszenerstahl leisten, die in guten Schmieden unter Verwendung der besten verfügbaren Stähle in aufwändiger Einzelarbeit hergestellt wurden.

Heutzutage verdanken wir moderner Verhüttungstechnik eine Vielfalt genormter Stahlsorten. Trotzdem hat das Damastmesser – nicht zuletzt aufgrund seiner exotischen Schönheit und seiner Einzigartigkeit – nichts von seinem Zauber eingebüßt.

Weiterlesen